Stöberprüfung 1
Um es gleich vorweg zu nehmen, hiermit ist nicht die jagdliche
Stöberprüfung gemeint, wobei der Jagdhund Wild aus einem Gebiet drücken soll, sondern die
sportliche Stöberprüfung zum Auffinden von Gegenständen.
Diese Prüfung ist ein Pilotprojekt der AZG seit 2003 und wird vom Verein für Deutsche
Schäferhunde seit 2004 in 3 Prüfungsstufen angeboten. Voraussetzung zum Ablegen dieser
Prüfung ist eine bestandene Begleithundprüfung.
Auf einer Fläche von 600 m² muß der Hund 2 Gegenstände von etwa der Größe eines Feuerzeugs
in einer Zeit von max. 10 min. auffinden und verweisen, indem er sich vor die Gegenstände
legt, diese aber nicht berührt. Um das Suchen von Spuren, wie bei der Fährtensuche zu
verhindern, begehen zuvor mehrere Personen das Gelände kreuz und quer. Der Hundeführer darf
sich nur auf einer gedachten Mittellinie bewegen und von dort den abgeleinten Hund zur
Arbeit einweisen. Nach Auffindung aller Gegenstände wird der Hund angeleint und die
Gegenstände dem Leistungsrichter vorgezeigt. Die Position der Gegenstände sind dem
Hundeführer nicht bekannt.
Nachdem ich mit Aileen neben meinen Agility-Aktivitäten 2006 für diese Prüfung trainiert
hatte, konnte ich diese am 11.11. ablegen. Das Wetter war mit Regen und Wind bei
Temperaturen von 8°C nicht gerade ideal. Als Stöberfläche wurde mir eine Brache mit 20-40
cm hohem Bewuchs zugewiesen.
Ich setzte Aileen am Anfang der Mittellinie nach rechts gegen den Wind an. Sie drehte aber
kurz danach in Richtung Mittellinie und stöberte zügig nach Beaglemanier bis zum Ende des
Stöberfeldes, ohne die Grenzen zu überschreiten. Ich rief sie zurück und schickte sie in
den linken vorderen Sektor, den sie absuchte. Anschließend wurde sie wieder nach rechts
geschickt, wo sie auch den ersten Gegenstand fand und sich korrekt ablegte. Nun galt es den
2. Gegenstand zu finden. Zurück zur Mittellinie und in den nächsten Sektor einweisen. Nach
links mit Rückenwind. Sie stöberte etwas schneller, wurde dann langsamer, überzeugte sich
und legte sich ab. Ich meldete wieder die Anzeige und ging zu Aileen. Es war der
2.Gegenstand! Nun anleinen und zurück zum Leistungsrichter. Aileen hatte ihre Aufgabe
erfüllt, aber wie würden die Punkte ausfallen?
Bewertet wurden das Verhalten an den Gegenständen, wie der Hund sich schicken lässt, die
Sucharbeit und die Ausdauer des Hundes. Hier war der Richter etwas in Verlegenheit, da vom
Beginn der Stöberarbeit, bis zur Anzeige des 2.Gegenstandes nur 2 Minuten vergingen!
Insgesamt war er von Aileens Arbeit überzeugt und bescheinigte ihr mit 90 Punkten eine sehr
gute Bewertung. Nun trainieren wir für die nächste Prüfungsstufe.
Gundula
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| Aileen wird eingewiesen |
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Geschafft! Der 2. Gegenstand wurde
gefunden. |
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Auswertung beim Prüfungsrichter |
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