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Rettungshundprüfung
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| Rettungshundearbeit RH1 |
Abt.A Fährtenarbeit
Abt.B Unterordnung
Abt.C Gewandheit |
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Die Fährtenarbeit ist für den Beagle "Bestimmung", aber das schnelle
Stöbern muss auf das langsame, korrekte Ausarbeiten mit tiefer Nase umgestellt werden. Der
Hund lernt, für mich zu arbeiten. Drei verlorene Gegenstände werden vom Hund selbständig
durch Platz nehmen verwiesen, sowie Schenkel und Winkel auf Wechselgelände in Wald und Feld
genau abgesucht.
Die Abteilung B entspricht der BH (diese ist auch hier vorher Bedingung) und Abteilung C
führt über Trümmerfelder, Holzbrücken und unangenehmen Materialien (u.a. Gitterzaunfelder)
vorbei an Feuer und vielen Vorkommnissen in Katastrophengeländen. Auch hier sollte sich der
Hund unangeleint weisen und schicken lassen.
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RH-Seminar Trümmersuche in Wittstock
| Ein Wagen voller PET-Flaschen... |
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Im September 2005 hatte ich mit Aileen die Gelegenheit, an einer
weiterführenden Rettungshundeausbildung für die Trümmersuche teilzunehmen. Hierfür stand
uns das Trümmergelände des BRH in Wittstock zur Verfügung.
Bei der Trümmersuche arbeitet der Rettungshund ausschließlich als Hochwindsucher, das
heißt, er nimmt ganz allgemein menschliche Witterung aus der Luft auf, er sucht mit der
Nase hoch im Wind und versucht völlig losgelöst von Fußspuren oder dem Geruchsmuster einer
bestimmten Person die Witterungsquelle zu lokalisieren. Dabei soll sich der Rettungshund so
nahe wie möglich an die menschliche Witterungsquelle heran arbeiten um dort dann
anzuzeigen. Dabei darf der Rettungshund nicht vor dem Eindringen in enge Röhren, Spalten
oder abgedunkelte Räume zurückschrecken, was in der Ausbildung eine behutsame Gewöhnung
erfordert.
Trümmersuche bedeutet für den Rettungshund ein Maximum an mentaler Belastung und
Konzentration, so dass je nach Schwierigkeitsgrad der Trümmersuche und Wetterlage nach ca.
20-30 Minuten Suchzeit pausiert werden muss.
Für die Arbeit der Hunde wurden Versteckpersonen in Spalten zwischen Betonblöcken und
Stahldrähten in den über 5 m hohen Trümmerbergen "verstaut" und mit zusätzlichen
Holzpaletten abgedeckt. Erschwerend für die Hunde war, dass die menschlichen Gerüche dem
Hund durch Spalten und Röhren zugetragen wurden, obwohl die Versteckperson weiter entfernt
lag. Abhängig von der Größe des Hundes war auch nicht jeder Weg zur Versteckperson möglich.
So konnten größere Hunde Spalten überspringen und kleinere sich durch andere noch
durchzwängen.
Neben der Trümmersuche standen auch umfangreiche Übungsparcours für Gewandheit zur
Verfügung. Hier bewegt sich der Hund in 1-3 m Höhe über mehrere Laufwege aus verschiedenen
Materialien, wie z.B. grobmaschigen Zaunfeldern auf Blechfässern oder schwingenden Brettern
und Autoreifen. Auch Leitern müssen vom Hund selbständig erklommen werden.
Ergänzend wurde auch das Anzeigen und Verweisen von Personen in der Anzeigebox geübt.
Siehe auch:
Bilder vom RH-Seminar
Video: Truemmer-Clip.wmv
320x240, 2,14 MB
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Rettungshundearbeit
Ich bin von der Rettungshundearbeit begeistert! Es ist beeindruckend,
wie der Hund die einzelnen Schritte in der Flächensuche oder bei der Gewandheit erlernt.
Ausbildung und Absicherung ohne Zwangsmethoden zeigen, dass nur hoch motivierte Hunde diese
notwendigen Leistungen erbringen.
Worauf achten die Richter bei diesen Prüfungen? Wie lernt der Hund zu verweisen, ohne zu
belästigen? Was zeichnet eine Versteckperson aus? Wie wichtig ist auch hier das richtige
Timing und die feste Bindung zwischen Hundeführer und Hund! Ein weites Feld in der
Ausbildung!
Der Beagle als Jagd- und Stöberhund wurde Jahrhunderte für die Suche nach tierischen
Fährten gezüchtet. Umso interessanter ist es zu beobachten, wie auch er sich bei
menschlichen Gerüchen verhält und seinen Arbeitswillen zeigt.
Im April 2006 möchte ich mir die Deutsche Meisterschaft der Rettungshunde in Wittstock und
im Juni die Weltmeisterschaft der Rettungshunde in der Schweiz ansehen. Auf solchen
Veranstaltungen kann man sicherlich einiges über die Vielfältigkeit der Rettungshundearbeit
durch die unterschiedlichsten Rassen und Verbände erfahren.
Was ist die RH-Flächensuche?
Bei der Flächensuche werden 2-6 Personen gesucht, die sich in einem
bestimmten Wald- oder Flurstück befinden. Die Suche in unübersichtlichen oder schwer
begehbaren Wäldern erfordert vom Team ein optimales Zusammenspiel und gegenseitiges
Vertrauen. Während sich der Hundeführer voll auf die Suchleistung seines Hundes verlassen
muss, ist er selbst dafür zuständig, dass das Suchgebiet systematisch abgesucht wird. Der
Hund stöbert dabei frei und ohne Leine nach menschlicher Witterung und wird durch seinem
Hundeführer durch Wort- und Sichtzeichen geleitet.
Die Hunde können menschliche Witterung je nach Gegebenheiten über mehrere hundert Meter
aufnehmen. Die Sucharten lassen sich in Fährtensuche mit tiefer Nase und Hochwindsuche
unterscheiden. Aus taktischen Gründen wird bei der Flächensuche die Hochwindsuche
bevorzugt, da oftmals der Fährtenansatz und das Geruchsmuster nicht bekannt sind.
Die klassische Einsatztaktik ist das Zickzack-Revier, bei dem das Suchgebiet in ca. 50 - 60
m breite Suchstreifen zerlegt wird. Der Hundeführer bewegt sich entlang einer gedachten
Mittellinie durch einen Suchstreifen, der Rettungshund reviert dabei abwechselnd ca. 30 m
nach rechts und links, so dass der Suchstreifen in voller Breite abgedeckt wird.
Nach Angaben des DRK ist es erwiesen, dass eine menschliche Suchkette mit 50 Personen, die
ein Gebiet absuchen, 82 min braucht, wobei 8 Rettungshundeteams für dasselbe Gebiet nur 16
min brauchen.
Hat der Hund eine vermisste Person gefunden, so muss er seinem Hundeführer diesen Fund
anzeigen. Dies geschieht durch ausdauerndes Verbellen (siehe Bild oben). Dabei ist
entscheidend, dass der Hund in unmittelbarer Nähe der gefundenen Person verbleibt und so
lange verbellt, bis sein Hundführer ihn und damit auch die gefundene Person erreicht hat.
Um keine wertvolle Zeit mit Fehlanzeigen zu verlieren darf der Rettungshund dieses
Anzeigeverhalten ausschließlich beim Auffinden einer hockenden, sitzenden oder liegenden
Person zeigen. Stehende oder sich bewegende Personen dürfen nicht verwiesen werden. Eine
weitere Verweismöglichkeit ist das Bringselverweisen, wobei der Hund beim Finden einer
Person ein von ihm mitgeführtes Bringsel aufnimmt und zum Hundeführer zurückkehrt. Die neue
Prüfungsordnung gibt es unter www.schaeferhunde.de.
Gundula
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| Der Sportplatz in Landquart |
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Vorführung Trümmersuche |
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Rettungshunde-WM 2006 in der Schweiz
Die diesjährige WM fand in Landquart im Schweizer Kanton Graubünden vor
einer malerischen Berglandschaft statt. Sämtliche Wettkämpfplätze waren von den schweizer
Veranstaltern sehr gut vorbereitet und organisiert. Es ergab sich ein buntes
Bild verschiedener Hunderassen und Organisationen. Über 100 Teilnehmer aus 16 Nationen
nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die WM wurde in den Disziplinen Flächensuche,
Fährtensuche und Trümmersuche durchgeführt.
Da dieses Jahr erstmals die neue IRO-Prüfungsordnung Anwendung fand, reduzierte sich die
Bestanden-Quote von ca. 50% auf nur noch 20%. Nicht nur bei der Trümmersuche machte sich
der Heimvorteil der Schweizer bemerkbar.
In der Flächensuche war das Gelände für die vorhandene Prüfungszeit von 20 min. sehr
schwierig. Mischwald mit Unterholz und Gräben am Berghang und Steigungen von 25% auf einer
Gesamtfläche von 35000 m² verlangten der Ausdauer und Kondition der Hunde viel ab. So
konnten von den 45 Teilnehmern nur 5 bestehen. Das Gelände war aber sehr gut ausgeschildert
und abgegrenzt.
In der Trümmersuche sah das Ergebnis etwas besser aus, so dass von den 44 Teilnehmern 9
bestehen konnten, davon 6 Schweizer.
In der Fährtensuche, welche in den letzten Jahren immer das schlechteste Ergebnis hatte,
konnten von den 12 Teilnehmern erfreulicherweise 8 bestehen.
Es ist immer ein besonderes Erlebnis, bei den Veranstaltungen live mit dabei zu sein
und mit einzelnen Teilnehmern mitzufiebern. Zu unserer Freude hat auch ein Teilnehmer des
vierköpfigen SV-Teams einen 5. Platz bei der WM errungen!
Um mit unseren Hunden immer nah am Geschehen zu sein, waren wir nur 300m vom zentralen
Sport- und Veranstaltungsplatz untergebracht. Somit ergab sich auch viel
Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmern aus anderen Organisationen. Wir konnten
viele neue Erkenntnisse mit nach hause nehmen.
Leider entfielen viele geplante Schau- und Festveranstaltungen aufgrund des tragischen
Todesfalls einer slowenischen Teilnehmerin, welche am Vortag der WM bei einem Gewitter
durch das einstürzende Festzelt erschlagen wurde. Die nächste WM wird 2007 im
österreichischen Eisenstadt durchgeführt, erstmalig mit der Disziplin Wassersuche.
Gundula und Thomas
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Flächensuche |
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Gewandheit |
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Schweizer Impressionen |
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